Terrarien-Dekoration

Während die einen sich einen Hund, eine Katze, Fische oder Wellensittich halten, ziehen die anderen Reptilien wie Bartagame, Echsen, Spinnen oder eine Schlange vor. Um diese Exoten artgerecht zu halten, setzt es ein entsprechend eingerichtetes Terrarium voraus.

Klar ist: Reptilien und andere Terrarientiere sollten im Terrarium die Bedingungen vorfinden, die ihrem natürlichen Lebensraum möglichst gleichkommt. Die Dekoration darf nicht einfach nur gut aussehen, sondern müssen auch den Ansprüchen der Terrarienbewohner gerecht werden.

Nur so können die Tiere sich auf Dauer gesund entwickeln und sich im Terrarium heimisch fühlen. Die Terrariendekoration muss also auch für die Reptilien einen Sinn erfüllen und den Lebensraum der Tiere sinnvoll erweitern.

Der Bodengrund ist für die Terrarienhygiene entscheidend, denn nur der richtige Bodengrund, der zu den Ansprüchen Ihrer Reptilien oder Amphibien passt, fördert das natürliche Verhalten der Terrarientiere.

Für das Wüstenterrarium gibt es Wüstensand, der in verschiedenen Farben und Strukturen erhältlich ist. Manche Terrarien-Bewohner lieben es zum Beispiel zu graben und sich in Höhlen zu buddeln. In so einem Fall sollten Sie grabfähigen Sand verwenden, der aus einem Sand-Lehm-Gemisch besteht.
Der Bodengrund für das Tropenterrarium sollte passend zum Klima im Terrarium gewählt werden. Für Terrarien mit hoher Luftfeuchtigkeit bietet sich feuchte bzw. halbfeuchte Terrarium-Erde an. Manche Tierarten bevorzugen aber auch Rindeneinstreu oder Kokossubstrat. Für Terrarien mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit bietet sich aber auch Moos an. Moos speichert wunderbar Wasser und gibt die Feuchtigkeit an die Umgebung wieder ab.

Viele Reptilien benötigen im Terrarium Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten.  Steine sind im Terrarium vor allem für Terrarienbewohner aus Gebirgen, Wüsten oder Steppen ein wichtiger Bestandteil zur Nachahmung ihres natürlichen Lebensraums. Die Steine dienen zum einen als Sonnenplatz, dort können sich nachtaktive Tiere noch aufwärmen, nachdem die Beleuchtung ausgeschaltet wurde. Denn echte Steine speichern die Wärme, die von einem darüber hängenden Spot abgestrahlt wird. Steine bieten aber auch gute Versteckmöglichkeiten für kleinere Tiere (z. B. Skorpione). Aber auch Echsen verstecken sich gerne unter flachen Steinen. 

Um ein Terrarium einzurichten, können viele verschiedene Verstecke und Höhlen aus Stein genutzt werden. Das sieht gut aus und erfüllt seinen Zweck. Wichtig ist, diese Steine immer direkt auf den Boden des Terrariums aufzustellen, damit durch Grabaktivitäten der Tiere ein Einstürzen verhindert wird.

Bei der Haltung von Regenwaldbewohnern ist Holz ein entscheidendes Material für die Einrichtung und Ausstattung des Terrariums. Für baumbewohnende Tiere stellen Rückwände  aus Kork eine gute Klettermöglichkeit dar. Besonders beliebt sind naturbelassene Kletteräste für die Reptilien oder Korkröhren, die nicht nur die Optik des Terrariums aufwerten, sondern den Tieren auch Versteckmöglichkeiten bieten.

Echte Terrarienpflanzen sind für die Gestaltung natürlicher Lebensräume die Königsklasse. Allerdings ist ein großer Pflegeaufwand nötig, ansonsten wird die schöne Terrarienpflanze schnell zu einer Quelle von Fäulnisbakterien und Krankheitserregern.

Wer das umgehen will, greift am besten zu künstlichen Terrarienpflanzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Pflanzen sind praktisch unendlich haltbar (auch in extrem feuchten oder trockenen Terrarienumgebungen), die Pflanzen sind frei von Giftstoffen und sie sind leicht zu pflegen.


In einem Tropen-Terrarium darf auf keinen Fall eine Wasserschale fehlen. Ein High-Light  wäre in diesem Fall ein Wasserfall.

Bedenken Sie aber, dass alle Aufbauten und Dekoration den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden und vor allem einfach zu reinigen sind.