Jetzt ist Pflanzzeit für Gemüse!

Hier findest du nützliche Tipps

Da es Mitte Mai oft noch einmal einen Kälteeinbruch gibt, sollte man mit dem Auspflanzen von Gemüse oder anderen empfindlichen Pflanzen bis nach den Eisheiligen warten. Darum sind die Eisheiligen ein wichtiges Datum für alle Hobbygärtner. Sie symbolisieren das Ende der kalten Frostnächte. Man sollte trotzdem die Wettervorhersagen und das Thermometer noch ein paar Tage im Auge behalten, um empfindliche Pflanzen bei Bedarf schützen zu können.

Zu den empfindlichen Pflanzen gehören beispielsweise Zucchini, Salat, Mangold, Tomaten, Paprika, Gurken und viele Kräuter. Diese sollten bei Bedarf nachts mit Gärtnervlies oder Zeitungen geschützt werden. Kürbisse und Zuckermais können schon ab Anfang Mai in die Beete gesetzt werden, Rosenkohl erst Ende Mai.

Wenn Sie selbst gezogenes Gemüse ernten möchten, aber den Arbeitsaufwand geringhalten wollen, dann sollten Sie zu unkomplizierten Gemüsesorten greifen. Kartoffeln sind recht anspruchslos, sie werden im Frühjahr in die Erde gelegt, danach müssen Sie sich kaum darum kümmern, außer regelmäßig zu wässern. Auch Radieschen, Pflücksalat und Pak Choi sind pflegeleichte Pflanzen, die bereits nach kurzer Zeit geerntet werden können, Radieschen nach 3 Wochen, Pflücksalat und Pak Choi nach 6 Wochen. 

Bei der eigentlichen Pflanzung muss folgendes beachtet werden:

- passender Standort für die verschiedenen Gemüsepflanzen
- Das Pflanzloch muss ausreichend groß ausgehoben werden
- Die Erde sollte mit Kompost oder Dünger vorbereitet werden
- Vorbereitete Erde rund um die Pflanze verteilen, danach leicht andrücken und gießen

Im Gemüsegarten sind Mischkulturen Monokulturen vorzuziehen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten. Wichtig ist, dass sich die direkten Nachbarpflanzen ergänzen und sich nicht gegenseitig schädigen. Die Wurzelausscheidungen oder Düfte von manchen Gemüsepflanzen können für manche Nachbarpflanzen förderlich oder schützend sein, für andere sind sie tödlich.

Während einige Pflanzen sich nur die Nährstoffe streitig machen, können sich andere Sorten gegenseitig schädigen. Kohlsorten und Kopfsalat können wunderbar zusammen auf einem Beet stehen, da sie nicht um Nährstoffe konkurrieren. Zu Tomaten, Gurken und Zucchini passen Sommerblumen wie Tagetes, Ringelblumen und Kapuzinerkresse. Karotten können gut mit Lauch oder Zwiebeln kombiniert werden. Kohl passt gut mit Sellerie oder Lauch zusammen.

Bei Kohlarten z. B. ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie nicht auf einem Beet stehen, auf dem im Vorjahr Kohl gepflanzt war. Grund ist die Kohlhernie, eine Pilzinfektion, die über den Boden übertragen wird.  Dementsprechend ist eine 3-jährige Fruchtfolge empfehlenswert. Diese sieht so aus: Im ersten Jahr werden Starkzehrer wie Kartoffeln, Kürbis, Kohl oder Gurken auf dem Beet angebaut, im zweiten Jahr werden ausschließlich Mittelzehrer wie Salat, Möhren, Mangold oder Fenchel und im dritten Jahr folgen dann Schwachzehrer wie z. B. Zwiebeln, Radieschen oder Bohnen. 

Im vierten Jahr sollte dann Gründüngung auf dem betreffenden Beet ausgesät werden, bevor im nächsten Jahr auf diesem wieder Starkzehrer ihren Platz finden.