Die richtige Ernährung für alte Katzen

Wenn der geliebte Stubentiger in die Jahre kommt, verändern sich auch seine Essgewohnheiten und Ansprüche an das Futter. Worauf Du achten musst und was das Beste für deine Katze im Seniorenalter ist, erklären wir Dir hier.

Katzen im Seniorenalter – was verändert sich?

Katzen beginnen etwa ab dem achten Lebensjahr zu altern und gelten ab dem zwölften Lebensjahr als Senioren. Dabei verändern sich nach und nach der Stoffwechsel und damit auch die Essgewohnheiten und – wie beim Menschen auch – kommen die ein oder anderen Wehwehchen hinzu. Die alternde Katze hat nun einen gesteigerten Bedarf an Spurenelementen und Vitaminen. Der Energieverbrauch und die Darmtätigkeit hingegen verringern sich. Auch auf die Zähne deines Stubentigers solltest Du mit zunehmendem Alter immer wieder einen genauen Blick werfen. Erste Anzeichen von Zahnprobleme sind, wenn Deine Katze beim Fressen immer wählerischer wird, Futter ablehnt, wieder fallen lässt oder es verschleppt.

Auch der Geruchs- und Geschmackssinn einer Katze kann sich mit dem Alter verschlechtern und zu einem scheinbaren Appetitverlust führen. Wenn Du das Futter etwas anwärmst, wird der Geruch verstärkt und lockt so die Katze an den Napf. Auch ein kleiner, aber geruchsintensiver Leckerbissen wie Thunfisch oder Leberwurst kann helfen. Ein häufiges Problem im hohen Katzenalter ist außerdem das Nachlassen der Nierentätigkeit, was oft zu spät bemerkt wird. Ein rechtzeitiger Gesundheitscheck beim Tierarzt ist somit unerlässlich.

Die richtige Ernährung:

Damit es Deiner Samtpfote auch im Seniorenalter noch schmeckt, sollte das Futter generell gut bekömmlich, verdaulich und auf mehrere kleine Portionen am Tag aufgeteilt sein. Ein bisschen Naturjoghurt oder Frischkäse eignet sich perfekt als Leckerbissen für Zwischendurch. Zur Unterstützung der Nierenfunktion braucht das Futter außerdem genügend hochwertige Eiweiße, die Zugabe von Phosphor sollte allerdings reduziert werden. Ein paar Vitaminzusätze sind nach Rücksprache mit dem Tierarzt durchaus sinnvoll.

Alte Katzen toben und spielen nicht mehr so viel wie in jungen Jahren und neigen daher zur Gewichtszunahme. Das muss bei der Dosierung des Futters beachtet werden. Je nachdem wie es um das Gebiss deines Vierbeiners steht, solltest Du auch die Konsistenz des Futters anpassen und eventuell auf weichere Mahlzeiten umstellen.

Und ganz wichtig: Auch das Trinken nicht vergessen! Wenn der Wassernapf zu wenig beachtet wird, ist die Umstellung auf einen Katzen-Trinkbrunnen einen Versuch wert. Oder Du verteilst probeweise mehrere Trinknäpfe in der ganzen Wohnung.

Wenn die motorischen Fähigkeiten der betagten Katze nachlassen, kannst Du ihr einen etwas erhöhten Napf anbieten, so dass die Katze im Stehen fressen kann. Füttere generell etwas mehr Nass- als Trockenfutter, um so die Zufuhr von Flüssigkeit zu unterstützen. Dein flauschiger Freund wird es Dir danken, und so sicher noch ein langes und schönes Katzenleben haben.